Impressionen von StopWatchingUs

Berlin, wie bist du demomüde geworden! Egal ob es um die Bebauung der East Side Gallery, um die Zwangspsychiatrie von Gustl Mollath oder um die allumfassende Überwachung durch NSA & Co. geht, es raffen sich oft nur noch wenige Bürger dazu auf, ihren Protest auf die Straße zu tragen. Auch wenn heute sicher die heißen Temperaturen die Demonstrantenschar dezimiert haben, ist dieser Verzicht auf demokratische Teilhabe doch bedauerlich, zumal viele Forderungen bei Umfragen von einer Mehrheit der Bevölkerung geteilt werden.

Hier einige Impressionen des heutigen Protests am Brandenburger Tor vor der US-Botschaft.
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Der Chor aus Chorweiler

Nachdem in diesen Tagen Geheimdienstler in aller Munde sind, zur Abwechslung hier etwas aus dem Munde von Geheimdienstlern: das schmissige Protestlied von Verfassungsschützern gegen die vom früheren Innenminister Schäuble geplante Verlegung eines Teils des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) von Köln-Chorweiler in die von ihnen ungeliebte Hauptstadt. Eines der wenigen kreativ-künstlerischen Ergebnisse von Abhörmaßnahmen, in diesem Fall gegen Jürgen Marcus mit seinem Original „Ein Lied zieht hinaus in die Welt“. Die Story dazu kann man bei Spiegel Online nachlesen.

Da die Nachrichtenlage rund um NSA & Co. (über die umfassende Spionage gegen Deutschland durch das britische GCHQ und deren französische Kollegen wird interessanterweise kaum mehr gesprochen) und der laufende NSU-Prozess aber wenig Anlass zum Schunkeln geben, empfehle ich als musikalischen Kontrast das „Lied vom Verfassungsschutz“ von Hans Scheibner.