Hollywood went Bosporus

Integration mal andersherum bietet eine neue Gruppe in Berlin, für die ich hier ein wenig die Werbetrommel rühren möchte. Denn das erste Treffen von „Turkish for Hipsters“ machte dem originellen Namen alle Ehre. Witzige Youtube-Clips zeigten, wie bekannte US-Action- und Science Fiction-Streifen in den 60er und 70er Jahren in türkische Pendants verwandelt wurden. Die Anpassung Hollywoods an die Filmwelt am Bosporus: ein Beispiel geglückter Integration! Wer z.B. auf den türkischen Spiderman, Mr. Spock, Rambo und die schröckliche Entscheidungsschlacht in Krieg der Sterne gespannt ist, wird hier fündig. Zurücklehnen und genießen!

Impressionen von „Freiheit statt Angst“

Hier sind einige originelle und kreative Schilder bzw. Aktionen von der Demo „Freiheit statt Angst“ am 7.9. in Berlin. Tausende protestierten gegen die Überwachungsprogramme von NSA und GCHQ sowie die Untätigkeit und das Verharmlosen der massenweisen Ausspähung durch die Bundesregierung.

Aktualisierung 8.9.: Offenbar gefallen die Fotos auch der NSA. Jedenfalls hat sie meinen Tweet dazu retweetet…

Aktualisierung 2.10.: Inzwischen wurde der Twitter-Account der NSA-Presseabteilung interessanterweise gesperrt, so dass der obige Link nicht mehr funktioniert.

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Impressionen von StopWatchingUs

Berlin, wie bist du demomüde geworden! Egal ob es um die Bebauung der East Side Gallery, um die Zwangspsychiatrie von Gustl Mollath oder um die allumfassende Überwachung durch NSA & Co. geht, es raffen sich oft nur noch wenige Bürger dazu auf, ihren Protest auf die Straße zu tragen. Auch wenn heute sicher die heißen Temperaturen die Demonstrantenschar dezimiert haben, ist dieser Verzicht auf demokratische Teilhabe doch bedauerlich, zumal viele Forderungen bei Umfragen von einer Mehrheit der Bevölkerung geteilt werden.

Hier einige Impressionen des heutigen Protests am Brandenburger Tor vor der US-Botschaft.
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Mr. Wowereit, don’t tear down this wall!

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10,000 Berliners and 1 David Hasselhoff protested against the plan of the Berlin government and investors to tear down parts of the wall along the famous east side gallery to make room for luxury buildings on the former death strip along the Spree river. The US would never consider dismounting a leg of the statue of liberty to make space for apartments with a nice water view. The east side gallery is our equivalent, a landmark of the 40+-year-long separation of the world into east and west. It is the only place where the wall can still be seen and understood in a stretch of 1,3 kilometers. We owe it to the victims of the death strip, to us and to future generations to preserve this unique memorial. Last year Berlin’s financial minister Ulrich Nußbaum decided that the east side gallery has no meaning for Berlin as a whole and therefore it does not need special protection. Mr. Nußbaum, it just has a meaning for the world…

Sign petition: http://www.change.org/de/Petitionen/save-berlin-s-east-side-gallery-from-being-deconstructed-for-luxury-condos-on-the-former-death-strip

Die Botschaft eines Parkschilds – Das Parkschild einer Botschaft

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Man kann die demokratische Gesinnung von Regierungen in langen und klugen außenpolitischen Analysen unter die Lupe nehmen. Manchmal erhält man aber auch durch kleinere alltägliche Dinge einen Eindruck. Hier ein Parkschild vor der weißrussischen Botschaft am Treptower Park in Berlin.

Die Berliner Gedächtnislücke

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Ein Treppenwitz der Geschichte: Wegen einer geplanten Luxusimmobilie sollen Teile der Berliner Mauer an der East Side Gallery entfernt werden. Schafft jetzt das Kapital, woran sich der Sozialismus die Zähne ausgebissen hat – die Maueropfer im öffentlichen Bewusstsein vergessen zu machen? Luxusimmobilien haben auf dem früheren Todesstreifen am Gedenkort East Side Gallery nichts verloren. Doch der Protest hat sich gelohnt, denn die Abrissarbeiten wurden für heute gestoppt. Das Foto zeigt einen Teil der Demonstranten und die Polizei um 13.30 Uhr.

Es ist wahrlich erstaunlich, wie in einer Stadt, wo man es beim Bauprojekt Flughafen BER nicht einmal fertigbringt, das Licht auszuschalten, ein derartiges Abbauprojekt durchgepeitscht werden soll.

Näheres z.B. im Tagesspiegel und der Washington Post.