Das Denglisch-Commitment in der IT

Seit langem schwadronieren Heerscharen von Marketing-Fuzzis im schlimmsten Denglisch. Durch den überbordenden Gebrauch von Anglizismen wollen sie modern, weltmännisch und hip (ok, auch ein Anglizismus) erscheinen. Meist wirkt es jedoch eher lächerlich, zumal es im Regelfall ein entsprechendes deutsches Wort gibt. Bemerkenswerterweise fällt es Engländern und Amerikanern nicht im Traum ein, ihre Sprache derart zu verhunzen. Ausgerechnet daran nehmen sich die Deutschen kein Beispiel, die sonst gierig fast jeden Trend aus den USA aufsaugen. Relativ neu ist nun der Hang, insbesondere im IT-Bereich englische Wörter oft mit lateinischer Wurzel zu merkwürdig gedrechselten Fremdwörtern umzumodeln. Das soll furchtbar intelligent klingen, liest sich in geballter Form aber ungefähr so: Wir monitoren die Performanz von Metadaten nativer Entitäten, committen uns aber in der kompetitiven Automotive-Branche, die Sensitivität des Narrativs zu detektieren.

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