Neue Studie belegt: Facebook macht unglücklich

Was viele schon ahnten und ich in meiner Serie „Facebook: Gefällt mir nicht“ beschrieben habe, hat nun eine Studie der Universität Michigan wissenschaftlich untermauert: Je häufiger Menschen Facebook nutzen, desto unglücklicher werden sie. Nach Aussage der Forscher ist es die erste Studie, die den Einfluss des sozialen Netzwerks auf die Zufriedenheit und das persönliche Glück untersucht. Pflegten die Testpersonen dagegen direkten Kontakt zu anderen Menschen über Telefon oder Auge in Auge, war das Ergebnis positiv: Die Probanden fühlten sich hinterher wohler als vorher. Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang auch das eigentümliche Sozialverhalten des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg. So kann er laut dem lesenswerten ZEIT-Artikel „Wahnsinns-Typen“ seinem Gegenüber kaum in die Augen schauen. Sogar „Züge von Asperger-Autismus“ attestiert ihm ein ehemaliger Facebook-Manager. Und so jemand definiert das Verständnis von Freundschaft für Millionen von Menschen, die ihr Selbstwertgefühl auf der Zahl ihrer Fake(book)-Freunde aufbauen und lieber auf dem Smartphone ihren neuesten Facebook-Eintrag absetzen als mit dem Gegenüber am Tisch zu reden.

2 Gedanken zu „Neue Studie belegt: Facebook macht unglücklich

  1. Dass sich die SMS etablierten, bemerkte ich, als ich Gruppen von schweigenden, kopfgesengte Mädchen in Cafes bemerkte, die sich gegenseitig SMS schrieben.

    Einen ähnlichen Hype / Pike gab es bei jeder Einführung neuer Kommunikationstechniken. Danach sinkt der Gebrauch wieder. Geht es nach wirtschaftlichen Regeln, dann gibt es bei diesen Netzen eine Verallgemeinerung – mehrere Anbieter vernetzen sich und bieten die Inhalte aller Nutzer überall an, das kann bis zum Haus- oder Familienserver gehen mit einer zentralen Internet Adresse, die die Inhalte zusammenträgt (aber auf den Servern belässt).

    Jeder hat eine solche Site, die aber wesentlich besser strukturiert und Zugriffe geregelt sind. Es wird zum Allgemeingut fasst zur Pflicht und damit weit weniger auffregend sein als heute.

    Dass im Hype zuviel Energie auf das neue Medium verwendet wird, ist normal – aber es tut gut, wenn das mal angesprochen wird. Auch, wenn das meist von allein wieder vorbei geht.

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